Ein nachhaltiger Plan – gemeinsam getragen
Gemeinsam mit unserem Partnerverein NHEFoN und in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung von Gope starten wir deshalb ein neues Wasserprojekt: Ziel ist es, die zerstörte Versorgung dauerhaft zu ersetzen – mit einer sicheren, nachhaltigen Infrastruktur, die künftig von einer zentralen Wasserwartin oder einem Wasserwart betreut wird.
Die Menschen in Gope handeln dabei mit großer Eigeninitiative. Jede Familie wird sich mit mindestens fünf unbezahlten Arbeitstagen am Bau beteiligen, und gemeinsam tragen sie rund 5.000 € Eigenanteil. Die Gemeinde übernimmt den Einbau von Wasseruhren. Künftig zahlen Haushalte einen kleinen Beitrag je nach Verbrauch. Aus diesem Beitrag wird wiederum eine Wasserwartin oder ein Wasserwart finanziert. Diese Person wird für Wartung, Kontrolle und Instandhaltung der Anlage zuständig sein.
Ein solches Modell – Verbrauchsbeteiligung gegen Versorgungssicherheit – ist in Nepals Bergregionen noch neu, aber vielversprechend. Es stärkt das Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Ressource Wasser und schafft lokale Zuständigkeiten. Die Aufklärungsarbeit durch die Schule und das Gesundheitspersonal hat hier bereits viel bewirkt.
Schwierige Bedingungen, aber große Wirkung
Die Quelle liegt tief im Dschungel, weit entfernt von den verstreuten Siedlungen der Region. Die notwendigen Rohrleitungen sind entsprechend lang, das Gelände anspruchsvoll. Der Bau ist aufwändig, aber lohnend: Am Ende dieses Projekts wird der gesamte Ort Gope über eine verlässliche, sichere Wasserversorgung verfügen.
Die Menschen wünschen sich nichts mehr, als Wasser direkt am Haus – ohne tägliche, stundenlange Wege durch Wind und Wetter. Gerade für die Kinder, die diese Aufgabe oft übernehmen, bedeutet das nicht nur körperliche Entlastung, sondern auch: mehr Zeit zum Lernen, Spielen und Aufwachsen.