Liebe Spenderinnen und Spender,
Sie haben es vermutlich bereits über die Medien mitbekommen: In der Region Rasuwa im Norden Nepals hat sich eine schwere Naturkatastrophe ereignet. Hinter der Grenze zu Tibet ist ein Gletscher abgebrochen und hat einen Gletschersee zum Bersten gebracht. Die Wassermassen sind durch das Tal des Trishuli-Flusses geschossen und haben ganze Ortschaften mitgerissen. Unter den Betroffenen waren auch Reisegruppen, die sich zu diesem Zeitpunkt nahe der Grenze auf dem Weg zum heiligen Berg Kailash befanden - von ihnen hat wohl niemand überlebt. Das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe ist bis heute nicht vollständig erfasst. Unsere Projektdörfer Bhorle und Betang liegen höher im Gelände und sind nicht betroffen.
Ein Land, das dem Wasser kaum noch etwas entgegensetzen kann
Was in diesen Tagen in Rasuwa geschieht, ist kein Einzelfall. Ram, unser langjähriger Partner von NHEFoN, beobachtet seit Jahren, wie Starkregen, Gletscherschmelze und instabile Hänge entlang des Trishuli-Flusses die Region zunehmend unter Druck setzen. Abholzung und veränderte Niederschlagsmuster lassen den Boden immer weniger Wasser aufnehmen - mit Folgen für Straßen, Stromversorgung und die Menschen, die an den Ufern leben. Die aktuelle Flut macht auf schmerzhafte Weise deutlich, wie verletzlich diese Bergregion geworden ist.